Samstag nach dem 1.Fastensonntag

Tageslesungen
Dtn 26, 16 – 19 | Mt 5, 43 – 48

Mose sprach zum Volk:
Heute hast du der Erklärung des Herrn zugestimmt. Er hat dir erklärt: Er will dein Gott werden, und du sollst auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören. Und der Herr hat heute deiner Erklärung zugestimmt. Du hast ihm erklärt: Du möchtest das Volk werden, das ihm persönlich gehört, wie er es dir zugesagt hat. Du willst auf alle seine Gebote achten; er soll dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben – zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde -; und du möchtest ein Volk werden, das ihm, dem Herrn, deinem Gott, heilig ist, wie er es zugesagt hat. (Dtn 26, 17 ff.)

Die Zustimmung zum Bund mit Gott ist eine Tat der Freiheit, Antwort auf Gottes Absicht, Bundespartner des Menschen zu sein. Gott verpflichtet sich, in Treue zu seinem Volk zu stehen.
Wer seinen Weg geht, kann mit ihm rechnen, kann ihm vertrauen, kann sein Leben auf ihn setzen.
Wessen Eigentum bin ich?
Was bedeutet es mir, Gott heilig zu sein?

Lange bevor uns irgendein Mensch gesehen hat, hat uns schon Gottes Antlitz angeschaut, das von Liebe strahlt.
Lange bevor uns irgendjemand weinen oder lachen gehört hat, hat uns Gott schon gehört, der ganz Ohr für uns ist.
Lange bevor irgendein Mensch in dieser Welt etwas zu uns gesagt hat, hat uns schon die Stimme der ewigen Liebe angesprochen. Unsere Kostbarkeit, Einmaligkeit und Individualität erhalten wir nicht von denen, die uns in der von Uhren meßbaren Zeit begegnen – in unserer kurzen chronologischen Existenz – sondern von dem Einen, der uns aus immerwährender Liebe auserwählt hat, aus einer Liebe, die von Ewigkeit her existierte und in alle Ewigkeit fortdauern wird.
Henri J.M. Nouwen Du bist der geliebte Mensch Herder 1993

(c) Wilfried Schumacher

Kommen Sie mit mir und miteinander ins Gespräch

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.