Donnerstag nach dem 2.Fastensonntag

Tageslesungen
Jer 17,5–10 | Lk 16,19–31

Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. (Jer 17, 7 f.)s

Ich gestehe es:
Ich habe keine Hoffnung.
Die Blinden reden von einem Ausweg.
Ich sehe.
Wenn die Irrtümer verbraucht sind,
sitzt als letzter Gesellschafter
uns das Nichts gegenüber.
(Bertolt Brecht)

Ich nehme die „guten Bilder“ in diesem Schriftwort wahr.
Ich brauche Wurzeln, die mir Halt geben, einen Boden, der mich trägt.
Worauf gründet sich meine Hoffnung?
Mit einem festen Stamm kann ich den Stürmen des Lebens trotzen.
Zweige, die Blätter und Früchte tragen, wünsche ich mir – ein Leben, das fruchtbar ist für mich und andere.
Gleicht mein Leben diesem Bild?

Wie gerne möchten wir sein wie Bäume, gepflanzt an Wasserbächen, grünend und Früchte tragend.
Wie gerne möchten wir blühen, gestärkt von deiner Kraft, gewärmt von deinem Licht.
Gott, du siehst uns, siehst unser Bemühen und unser Sehnen, du siehst uns auch, wenn wir matt sind, ohne Ausstrahlung, ohne Frucht. Du siehst uns, wenn wir zu schwach sind, anderen Schatten zu spenden, du leidest mit uns, wenn wir nicht fest und verwurzelt stehen. Zeige uns dein Erbarmen und deine Liebe.
Schenke du uns die Kraft fest zu stehen, zu blühen und Frucht zu bringen. Denn wir wissen, dass wir auf deinem Boden wurzeln, dass dein Geist uns zum Grünen und Strahlen bringt. (Vroni Stähli, Baar, 2000)

(c) Wilfried Schumacher

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