Dienstag nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
Dan 3,25.34–43 | Mt 18,21–35

Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. (Mt 18,21-22)

Ich bin mir völlig bewusst, wie sehr das Vergeben scheinbar im Widerspruch zur menschlichen Logik stehen kann, die häufig der Dynamik des Streites und der Rache gehorcht. Die Vergebung hingegen atmet aus der Logik der Liebe, jener Liebe, die Gott jedem Mann und jeder Frau, jedem Volk und jeder Nation, ja der ganzen Menschheitsfamilie erweist.
(Johannes Paul II. Weltfriedenstag 1997)

Petrus bietet schon mehr als das Doppelte, das damals üblich war. Aber es geht Jesus nicht um eine rechnerische Großzügigkeit; er fordert die grenzenlose Bereitschaft zur Vergebung.
Wer anfängt, aufzurechnen, verhindert jeden Neuanfang. Vergebung geht nur ganz – oder gar nicht. Gott macht es uns vor – mit uns. Seine Liebe ist so grenzenlos wie seine Bereitschaft zu vergeben.
Wer wartet auf meine Vergebung?

Vergeben und Verzeihen kennt keine Zahl noch Ende. Vergebung ist ohne Anfang und Ende. Sie geschieht täglich unaufhörlich, denn sie kommt von Gott.
(Dietrich Bonhoeffer)
An der Tür, mit der du die Vergangenheit zuschließt, steht nur ein Wort: Vergebung.
(Phil Bosmans)

(c) Wilfried Schumacher

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