6.Ostersonntag – Gott als Mieter?

Tageslesungen
Apg 15,1-2.22-29 | Offb 21,10-14.22-23 | Joh 14,23-29

Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. (Joh 14,23)


Gott als unser Mieter, Untermieter? Wie mag man sich das vorstellen?

Walter Jens dreht in seiner Bibelübersetzung den Spieß um. Da lesen wir: „Nur wer mich liebt“, antwortete Jesus, „wird meine Worte bewahren – die Worte! Ihren Sinn! Ihren Geist! -, und mein Vater wird ihn lieben, und wir, ihr und ich, werden unsere Heimat finden, bei ihm.“

Heimat finden, Heimat haben bei Gott! – das ist schon eher ein Bild, mit dem ich etwas anfangen kann.

Heimat ist etwas, dass nie verloren geht; selbst dann, wenn man in der Fremde lebt. In der Heimat fühlt man sich zugehörig und geborgen. Heimat kann Orientierung geben und wie ein sicherer Anker in der schnelllebigen Welt sein. Selbst der Heimatlose weiß um die Heimat und ihre Qualität.

Das Leben kann uns oft durchschütteln. Es kann sein, dass wir innerlich heimatlos werden – das Gefühl haben, nirgendwo mehr zuhause zu sein, von allem und jedem verlassen. Christus lädt uns im heutigen Evangelium ein, die Heimat zu finden bei Gott – nicht in einer Theorie, einer Idee – sondern ganz praktisch, indem wir Jesu Worte bewahren, Ihren Sinn, Ihren Geist und so feststellen, selbst wenn ich das Gefühl habe, hier heimatlos zu sein, es bleibt die Heimat bei Gott.

(c) Wilfried Schumacher

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