Donnerstag nach Aschermittwoch

Tageslesungen
Dtn 30, 15- 20 | Lk 9, 22 – 25

Mose sagte zum Volk:
Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor. Wenn du auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, auf die ich dich heute verpflichte, hörst, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf seine Gebote, Gesetze und Rechtsvorschriften achtest, dann wirst du leben und zahlreich werden, und der Herr, dein Gott, wird dich in dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, segnen.Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. (Dtn 30, 15 ff.)

Die Kölner Band „Die Höhner“ hat vor über 20 Jahren eine Ballade geschrieben mit dem Refrain:
Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Lust,
Lust auf Bratkartoffeln und nen fetten Kuss,
Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Doll,
Lust mein Maul nicht zu halten, wenn ich soll,
Lust auf dicke rote Grütze und auf jede kleine Pfütze.
Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Lust.

Der Liedtext verbindet viele Schicksale: denn Lust auf Leben – das ist eine geheimnisvolle Kraft, die Menschen am Leben erhält. Und das Gegenteil ist uns auch klar: ohne Lust am Leben stirbt der Menschen bei lebendigem Leibe.

Die Lust auf Leben kann man nicht machen, nicht herbeirufen, sie wächst in uns heran –nicht zuletzt als Echo auf die Liebe der anderen, die Anerkennung und Wertschätzung, die wir erfahren. Wer erlebt, dass er nicht allein lebt, in dem kann die Lust auf Leben eher Wurzel schlagen.

Im Alten Testament stellt Gott den Menschen vor die Alternative: „Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. (Dtn 30,19)

Wähle das Leben!“ Für mich ist es nicht vermessen, zu übersetzen: Hab’ Lust am Leben!

Sie dürfen auch in der Fastenzeit das Lied der Höhner anhören. Lassen Sie sich anstecken von der Lust auf Leben! Den ganzen Songtext finden Sie hier.

(c) Wilfried Schumacher

Ein Kommentar zu „Donnerstag nach Aschermittwoch

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