Donnerstag nach dem 2.Fastensonntag

Aber nach dem Feuer eine Stimme verschwebenden Schweigens.
1 Kön 19,12



Elija hat sich aufgemacht zum Berg Horeb. Dort will ihm Gott begegnen. Martin Buber übersetzt die Szene in einer packenden Übersetzung: „Da vorüberfahrend ER: ein Sturmbraus, groß und heftig, Berge spellend, Felsen malmend, her vor SEINEM Antlitz: ER im Sturme nicht – und nach dem Sturm ein Beben: ER im Beben nicht – und nach dem Beben ein Feuer: ER im Feuer nicht – , aber nach dem Feuer eine Stimme verschwebenden Schweigens. Es geschah, als Elijahu hörte: er verhüllte sein Antlitz mit seinem Mantel, er trat hinaus, stand am Einlaß der Höhle.“

Gott nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, nicht im Feuer – gewaltig. So wie ich es mir hin und wieder erhoffe. Ein mächtiges Zeichen vom Himmel, eine Bestätigung „von oben“ ohne jeden Zweifel. Stattdessen eine Stimme verschwebenden Schweigens.
Oft erfahre ich Gott im Unscheinbaren, wenn ich ihn nicht vermutet oder erwartet habe.

Die Frage am Abend: Gehört das auch zu meinen Erfahrungen? Irgendein Mensch, ein Ereignis, ein Wort, lässt mich aufleben und zeigt mir, dass Gott mich in dieser Welt noch braucht.

(c) Wilfried Schumacher

Ich benutze verschiedene Bibelübersetzungen und -übertragungen. Heute ist das Schriftwort genommen aus: Die Schrift – Buch der Geschichte Buber/Roesenzweig 1929 – –https://bibel.github.io/BuberRosenzweig/

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