4.Fastensonntag

Das Wort des HERRN erging an mich: Was siehst du, Jeremia? Ich antwortete: Einen Mandelzweig sehe ich. Da sprach der HERR zu mir: Du hast richtig gesehen; denn ich wache über mein Wort und führe es aus.
Jer 1,11-12



Der Mandelbaum blüht in der Küstenebene Israels, wenn auf den Höhen um Jerusalem noch Schnee liegt. Auch in unseren Breiten ist er Zeichen des herannahenden Frühlings. Im Wort des Propheten Jeremia verbrigt sich ein Wortspiel. Das hebräische schaked (Mandelbaumzweig) hat die gleichen Konsonanten wie schoked (wachen). Gott wacht über seine Schöpfung.

Annamartha/pixelio.de

Der jüdische Theologe Schalom Ben-Chorin schrieb 1942 dieses trostvolle Gedicht:
Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht in Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.

Tröstlich und Mutmachend ist auch diese Aufnahme des Liedes.

(c) Wilfried Schumacher

In seiner Sonntagsbetrachtung geht Bernhard Auel noch einmal ein auf die Irak-Reise des Papstes vor 2 Wochen. Er sieht in den Worten des Papstes einen Impfstoff für die Herzen. Lesen Sie HIER

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