Montag nach dem 4.Fastensonntag

Du stellst meine Füße auf weiten Raum
Psalm 31



(c) MISEREOR

Was können wir mit unseren Füßen nicht alles machen! Unsere Füße tragen uns. Sie geben festen Stand. Wir marschieren und stampfen protestierend auf. Beim Spielen und Tanzen drücken wir mit ihnen unsere Freude aus und beim Pilgern lassen wir uns in die Weite Gottes tragen: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ heißt es in Psalm 31,9.
Unsere Füße sind neben den Knien die Körperteile, die am meisten beansprucht werden. Ist ein Fuß verletzt, sind wir unbeweglich und hilflos.
Das MISEREOR-Hungertuch stammt in diesem Jahr von Lilian Moreno Sánchez. Die Künstlerin ist in Chile geboren und lebt seit 1996 in Deutschland. Das Tuch besteht aus drei Teilen, es ist ein Triptychon. Schwarze Linien zeichnen das
Röntgenbild eines Fußes, der mehrfach gebrochen ist. Der Fuß gehört zu einem Menschen, der bei einer Demonstration in Santiago de Chile durch die Polizei schwer verwundet worden ist. Dieser Fuß mit den sichtbaren Verletzungen steht stellvertretend für alle Orte, an denen Menschen gebrochen und zertreten werden. Das Bild entstand zu Beginn der Corona-Pandemie im Augsburger Atelier der Künstlerin.

Hungertuch konkret: Machen Sie sich heute mit dem Anblick des Hungertuchs vertraut. Je mehr Sie hinschauen, je mehr entdecken Sie. Und schauen Sie auf Ihr eigenen Füße: wohin haben sie Sie schon alles getragen? Schenken Sie ihnen diese Woche auch ihre Aufmerksamkeit.

(c) aus dem Material von MISEREOR zusammengestellt.
Wenn Sie heute schon mehr interessiert: auf www.hungertuch.de werden Sie fündig.

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