Dienstag nach dem 4.Fastensonntag

HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst; vor Gram sind mir Auge, Seele und Leib zerfallen. In Kummer schwand mein Leben dahin, meine Jahre vor Seufzen. Meine Kraft ist ermattet wegen meiner Sünde, meine Glieder sind zerfallen.
Ps 31,10-11

(c) MISEREOR

Die Künstlerin hat Betttücher aus einem Kloster und Krankenhaus genommen, um darauf das Hungertuch zu malen. Gebraucht, kunstvoll gelegt mit bewussten Falten tragen sie das diesjährige Hungertuch. Mehrdimensional das Bild und
die Botschaft. Der verarbeitete Stoff drängt uns, die Hintergründe zu analysieren, nicht bei dem Sichtbaren stehen zu bleiben. Die Leinwand wird zur Botschaft. Welche Geschichten sind hinter dem Offensichtlichen erkennbar? Welche körperlichen und seelischen Schmerzen, welche Hoffnungen auf Heilung verbergen sich im Stoff des
diesjährigen Hungertuchs?

herr
schenke mir neue füße
damit ich weder krieche
noch irgendwen zertrete
und allein durch meinen gang dich preise
denn ich
der ich an die schönheit glaube
brauche einen verständigen gott
der mir sein geheimnis anvertraut

Said, Psalmen. C. H. Beck Verlag, 4. Auflage 2016, S. 54.

Hungertuch konkret: Lege dich auf dein Bett. Dein warmes, weiches, kuschliges Bett. Liegst du auf deinem
Betttuch/Leintuch, schließe deine Augen. Viele Menschen liegen krank, verletzt in einem Bett, brauchen Ruhe, Pflege und Zuwendung, um zu genesen. Halte inne und frage dich:
Kranke Menschen – wie nehme ich sie wahr?
Mit den Augen der Alleskönner?
Mit den Augen der Verletzlichen?
Wie sehe ich die Welt an?
Wo bergen Krisen Chancen zur Veränderung?

(c) Material von MISEREOR

Ein Kommentar zu „Dienstag nach dem 4.Fastensonntag

  1. Dieser Text ist sehr schön, vor allem das Gebet in dem der Herr mir gesunde Füße weiterhin geben möchte.

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