Mittwoch in der 2.Adventswoche – Fest der Erwählung Marias


Immer wieder muss der Mensch seine eigenen Pläne, seinen eigenen Willen lassen und sich für einen neuen Ruf Gottes im Gehorsam öffnen.
(Klaus Hemmerle)

Maria, ihre Mutter Anna und ihr Sohn Jesus – Retabel von Daniel Mauch (1477-1540)
Musée Unterlinden Colmar (c) Wilfried Schumacher

Wir feiern heute das Fest der Erwählung Marias. Der alte Name „Maria Empfängnis“ wurde von vielen missverstanden. Es geht heute nicht um die Empfängnis Jesu. Es geht um das Werden seiner Mutter Maria. Sie war die Tochter von Anna und Joachim, wie die kirchliche Tradition ihre Eltern nennt.
Das heutige Fest spricht von der einzigartigen Beziehung Gottes zu Maria aus Nazareth – und zwar vom ersten Augenblick ihrer Existenz an.
Seit Adam und Eva sind wir Menschen immer versucht, wie Gott sein zu wollen. Die Erwählung Mariens durch Gott macht sie frei von dieser Versuchung und gibt ihr so den Freiraum, später Ja sagen zu können zu dem, was Gott mit ihr vorhat: die Mutter seines Sohnes zu werden.

Dann ist sie aufgestanden und sie sang:
‚Er wird an den Verworfenen
Sein Wort einlösen.
Nichts ist unmöglich bei ihm,
er jagt Tyrannen
von den Thronen,
hebt die Armen
aus dem Staub empor,
stillt ihren Hunger.‘
Das sang sie.
Und ihr Lied wird nie verstummen.“

(Text: Huub Oosterhuis in: Sei hier zugegen, Ostfildern 2017, 13.])

(c) Wilfried Schumacher

Heute wird der neue Bundeskanzler gewählt und die Ministerinnen und Minister werden vereidigt. Beten wir für die neue Regierung:
Herr, allmächtiger Gott, der du die Welt trägst, gib, dass unsere neue Bundesregierung und alle, die Verantwortung haben in unserem Land, erfüllt werden mit Weisheit und Kraft, damit sie ihre Aufgabe vollbringen zum Leben und nicht zum Verderben der Welt.

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