Donnerstag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Ri 13,2-7.24-25a. | Lk 1,5-25

Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. (Lk 1,13-14a ?

„Das Opfer des Zacharias“ – Harlinger Aardewerkmuseum (c) wikimedia
Die Ankündigung Johannes des Täufers geschieht, als der Priester Zacharias das Heiligtum des Tempels betritt, bereit die liturgische Zeremonie zu beginnen, während die Menge draußen wartet. Die Verkündigung Jesu dagegen ereignet sich in einem abgelegenen Ort Galiläas, in einer Stadt in der Peripherie mit einem nicht besonders guten Ruf (vgl. Joh 1,46), in der Anonymität des Hauses eines Mädchens namens Maria.
Ein nicht unwichtiger Gegensatz, der uns darauf aufmerksam macht, dass der neue Tempel Gottes, die neue Begegnung Gottes mit seinem Volk an Orten stattfinden wird, wo wir uns das normalerweise nicht erwarten, an den Rändern, in der Peripherie. Dort werden sie sich verabreden, dort werden sie sich begegnen, dort wird Gott Fleisch werden, um gemeinsam mit uns auf dem Weg zu sein, angefangen vom Schoß seiner Mutter. Jetzt wird er nicht mehr an einem Ort sein, der nur wenigen vorbehalten ist, während die Mehrheit wartend draußen bleibt.
Papst Franziskus

(c) Wilfried Schumacher

Mittwoch in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Jer 23,5-8. | Mt 1,18-24.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Mt 1,24

Ikone in der Kapelle der Gemeinschaft Chemin Neuf in Nazareth (c) Wilfried Schumacher
Auf Ikonen wird Josef oft als Randfigur dargestellt. Er ist ein Mann der Tat, nicht der Worte! Kein einziges Wort ist uns von ihm überliefert. Eigentlich bedarf sein Handeln keiner Deutung, keines zusätzlichen Wortes. Er ist einer von denen, von denen diese Welt letztlich lebt, von denen es viele gibt im Neuen Testament, und die wir so gerne übersehen, weil sie sich nicht lautstark bemerkbar machen wollen oder können.
Die, die im Licht stehen, bedürfen derer, die in ihrem Schatten leben. Wir können es im Alltag unseres Lebens durchbuchstabieren: was wäre der beste Chef ohne seine umsichtige Sekretärin, was wäre die beste Schauspielerin ohne ihren Agenten, was wäre der beste Koch ohne seine Küchenhilfen, was wäre der beste Herzchirurg ohne die OP-Schwester, was wäre die beste Politikerin ohne die vielen, die ihr zuarbeiten, was wäre unsere Gesellschaft ohne die vielen Namenlosen, die niemals Schlagzeilen machen, die nie im Rampenlicht stehen, ohne die aber nichts richtig vorankommen würde.
Josef scheint der Patron all dieser Randfiguren zu sein. Er rückt sie alle ins rechte Licht.

(c) Wilfried Schumacher

In einer Woche ist Weihnachten! Suchen Sie noch jemanden, dem Sie eine Freude machen können? Wie wäre es mit den Mädchen und Jungen im Jugendclub der Salesianer in Bethlehem. 35.-€ kostet es, eins von ihnen ein Jahr lang zu betreuen. Damit sie Freude und Miteinander erfahren, Spiel und Spaß, statt Hass, Streit, Tränen. Überweisen Sie Ihre Spende anBonn Bethlehem Soccer Club / Don Bosco IBAN: DE30 3705 0198 1934 4606 90 BIC: COLSDE33XXX Verwendungszweck: Spende WortzumTag – mehr erfahren auf der Webseite

Dienstag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Gen 49,1-2.8-10. | Mt 1,1-17.

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus – der Messias – genannt wird. Mt 1,16

„Stammbaum Jesu“ – Wandgemälde im Limburger Dom 1638 (c) Wikimedia

Menschwerdung: unwiderrufliche Liebeserklärung unseres menschenfreundlichen Gottes, der uns nahe sein will – haut nah. (Gisela Baltes)

(c) Wilfried Schumacher

Freitag in der 2.Adventswoche

Tageslesungen
Jes 48,17-19 | Mt 11,16-19.
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. (Jes 48,17)

Heute ist der Tag der hl.Luzia.
Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen. Aber wir können ein Licht anzünden. (Franziskus von Assisi)

(c) Wilfried Schumacher

Am Tag der Hl. Luzia können Sie ein Licht sein für Andere. Zum Beispiel für die Jugendlichen an der Technical School der Salesianer in Bethlehem. Christen und Muslime werden dort in technischen Berufen ausgebildet. Vor allem aber lernen sie auch das Miteinander, ein Leben im Respekt vor dem Anderen. Die Salesianer leisten dort seit über 100 Jahren Friedensarbeit. Beteiligen Sie sich mit einer Spende am Schulgeld für die Jugendlichen (60.-€ im Monat). Spenden Sie direkt an die Salesianer Don Boscos in Bonn:
IBAN DE92370601930022378015 BIC GENODED1PAX
mit dem Vermerk „Bonn hilft Bethlehem“. Sie können auch online spenden!
Mehr Informationen auf der Webseite.

Mittwoch in der 2.Adventswoche

Tageslesungen
Jes 40,25-31 | Mt 11,28-30

Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt. (Jes 25,31 )

Die Kunst des Umgangs mit anderen Menschen besteht darin, ihnen nicht den eigenen Weg aufzuzwingen. (Jan Boots )

Genießen Sie die Musik – für gut 2 Minuten

(c) Wilfried Schumacher

Dienstag in der 2.Adventswoche

Tageslesungen
Jes 40,1-11 | Mt 18,12-14

Tröstet mein Volk, spricht euer Gott. (Jes 40,1 )

Lassen wir es zu, dass in dieser Zeit des Advents die Aufforderung Jesajas – »Tröstet, tröstet mein Volk« – in unserem Herzen erklingt. Heute brauchen wir Menschen, die Zeugen des Erbarmens und der Zärtlichkeit des Herrn sind, der die Niedergeschlagenen aufrüttelt, die Entmutigten neu beseelt, das Feuer der Hoffnung entfacht. Er entfacht das Feuer der Hoffnung! Nicht wir. Viele Situationen erfordern unser tröstendes Zeugnis. Ich denke an all jene, die von Leid, Ungerechtigkeiten und Schikanen unterdrückt werden; an alle, die Sklaven des Geldes, der Macht, des Erfolgs, der Weltlichkeit sind. Die Ärmsten! Sie haben verfälschte Tröstungen, nicht die wahre Tröstung des Herrn! Alle sind wir aufgerufen, unsere Brüder und Schwestern zu trösten, indem wir bezeugen, dass Gott allein die Ursachen der existenziellen und geistlichen Dramen beseitigen kann. Er kann es! Er ist mächtig!
Papst Franziskus

(c) Wilfried Schumacher