Dienstag nach dem 4.Fastensonntag

Tageslesungen
Ez 47,1–9.12 | Joh 5,1–16

Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte. Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben. (Ez 47,1.9)

Gelobt seiest du mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es,
und demütig
und kostbar
und keusch.
(Franziskus von Assisi, Sonnengesang)

Ursprünglich gibt es nichts Reineres, nicht Klareres auf dieser Erde als das Wasser. Wenn wir heute unsere Gewässer anschauen, die in unseren Industrieländern weitestgehend verschmutzt sind, dann ist dies auch ein Indikator dafür, was wir mit der Schöpfung gemacht haben.
Aus welchem Bach kann der Mensch noch ohne Angst trinken, in welchem See noch ungefragt baden?
Für uns ist das Wasser eine Selbstverständlichkeit geworden, wir brauchen uns nicht um es zu mühen, es fließt nach einem kleinen Dreh mit der Hand aus dem Wasserhahn.

Ich nehme heute wahr, wie ich mit Wasser umgehe. Ich kann danken für das Wasser.
Gab es „Durststrecken“ in meinem Leben? Kam das Wasser, das mich wieder „gesund“ machte, aus einem „Tempel“?

Es ist eine zugleich einfache und grausame Wahrheit: Wasser ist ein für den Menschen lebenswichtiger, gefährdeter und seltener Rohstoff“.
(Dominique Voynet, französische Politikerin)

Beten wir in diesen schwierigen Zeiten in besonderer Weise – HIER finden Sie eine Anregung.

(c) Wilfried Schumacher

Montag nach dem 4.Fastensonntag

Tageslesungen
Jes 65,17–21 | Joh 4,43–54

Ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude. Ich will über Jerusalem jubeln und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen und lautes Klagen.
(Jes 65,18-21)

»Der Personalausweis des Christen ist die Freude«: Das »Staunen« angesichts der »Größe Gottes«, seiner »Liebe«, des »Heils«, die er der Menschheit geschenkt hat, kann nicht umhin, den Gläubigen eine Freude zu bescheren, die nicht einmal die Kreuze dieses Lebens schmälern können. Denn auch wenn wir uns Prüfungen unterziehen müssen, haben wir »die Gewissheit, dass Jesus bei uns ist«.
Papst Franziskus

Nach Freude sieht es in diesen Tagen in unserem Leben nicht aus. Die Corona-Pandemie schränkt unser Leben ein. Bei vielen Menschen überwiegen die Sorgen. Trotzdem mag es auch die kleinen Freuden im Alltag geben. Wenn wir bewusster hinsehen und hinhören, können wir sie entdecken. Sie helfen uns, die schwierige Zeit zu bestehen, sie geben uns „die Gewissheit, dass Jesus bei uns ist“, wie Papst Franziskus sagt.

Freude ist unsäglich mehr als Glück,
Glück bricht über die Menschen herein, Glück ist Schicksal –
Freude bringen sie in sich zum Blühen,
Freude ist einfach eine gute Jahreszeit über dem Herzen;
Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben.

Rainer Maria Rilke

Beten wir ganz bewußt in dieser schwierigen Zeit. HIER finden Sie eine Anregung.

(c) Wilfried Schumacher

4.Fastensonntag

Tageslesungen
1 Sam 16, 1b.6-7.10-13b| Eph 5, 8-14 | Joh 9, 1-41

Die Sonntage der Fastenzeit sind als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausgenommen.

Heute darf ich „ausruhen“ auf unserem Weg hin zum Osterfest.
Da der Sonntagsgottesdienst wegen der Corona-Krise ausfallen muss, biete ich Ihnen eine Betrachtungs des Sonntagsevangeliums mit einer Anleitung HIER an.

„Blinde würden sich im Paradies glauben, wenn sie wieder sehen könnten. Während wir, die wir sehen können, uns kaum einmal klar machen, dass wir schon im Paradies sind.“ (Thich Nhat Hanh)

Nur dasitzen und zum Beispiel eine Blume bewundern.

Musik zum Sonntag

Samstag nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
Hos 6, 1-6 | Lk 18, 9-14

Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.  Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. 1Ich faste zweimal in der Woche und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Lk 18, 10-13)

Der Pharisäer betet zu Gott, aber in Wirklichkeit blickt er auf sich selbst. Er betet zu sich selbst! Anstelle des Herrn hat er einen Spiegel vor Augen. [..] Er bleibt stehen, er fühlt sich sicher, so als sei er der Herr des Tempels! Er zählt die guten Werke auf, die er getan hat; [..] Mehr als zu beten gefällt sich der Pharisäer also in seiner eigenen Gesetzestreue. Seine Haltung und seine Worte sind jedoch fern vom Handeln und Sprechen Gottes, der alle Menschen liebt und die Sünder nicht verachtet. [..]
Der Pharisäer ist zum Tempel gegangen, er ist sich seiner sicher, aber er merkt nicht, dass er sich auf dem Weg seines Herzens verirrt hat.
Der Zöllner dagegen – der andere – geht mit demütigem und reumütigem Herzen in den Tempel: [..] Sein Gebet ist sehr kurz, es ist nicht so lang wie das des Pharisäers: »Gott, sei mir Sünder gnädig!« Sonst nichts. Ein schönes Gebet.
Papst Franziskus

Ich schaue auf mein Gebet – wem gleiche ich? Stehe ich vor Gott oder vor einem Spiegel, in dem ich mich selbst und meine „großen Taten“ sehe?
Kann ich demütig, mich als Sünder bekennen, der angewiesen ist auf das Erbarmen Gottes?

Ein berühmter Schriftsteller bekommt eines Tages den Brief einer Tageszeitung. Sehr geehrter Herr, schreibt die englische Zeitung, wir machen eine Umfrage unter Schriftstellern. Bitte beteiligen Sie sich und antworten mit ein paar Zeilen auf die Frage: „Was ist faul an dieser Welt?“ Der Schriftsteller legt den Brief zur Seite. Nach etwa einer halben Stunde setzt er sich an seinen Schreibtisch, nimmt ein Blatt Briefpapier und schreibt seine Antwort an die Zeitung. Er schreibt aber nicht ein paar Zeilen, er schreibt nur ein einziges Wort als Antwort auf die Frage: „Was ist faul an dieser Welt?“ Er schreibt nur: „Ich“.

Beginnen oder beenden Sie heute Ihr Gebet mit einem besonderen Gebet in der gegenwärtigen Corona-Krise – eine Möglichkeit finden Sie HIER

(c) Wilfried Schumacher

Freitag nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
Hos 14,2–10 | Mk 12,28b–3

Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Großmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt. Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon. Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon. Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon. (Hos 12, 5-8)

Israel hat die ,,Ehe“ gebrochen – den Bund; Gott müsste es eigentlich richten, verwerfen. Aber gerade nun zeigt sich, dass Gott Gott ist und nicht ein Mensch. […] Die leidenschaftliche Liebe Gottes zu seinem Volk – zum Menschen – ist zugleich vergebende Liebe. Sie ist so groß, dass sie Gott gegen sich selbst wendet, seine Liebe gegen seine Gerechtigkeit. Der Christ sieht darin schon verborgen sich anzeigend das Geheimnis des Kreuzes: Gott liebt den Menschen so, dass er selbst Mensch wird, ihm nachgeht bis in den Tod hinein und auf diese Weise Gerechtigkeit und Liebe versöhnt.
(Benedikt XVI., Deus caritas est, Nr. 10)

Ich nehme die guten Bilder in dem Schrifttext wahr. Sie erzählen von Gottes Liebe, Gottes Zuneigung zu den Menschen.
Gibt es im Alltag meines Lebens auch Situationen, in denen ich mich so von Gott geliebt, getragen, in ihm geborgen fühle, dass ähnliche gute Bilder in mir aufsteigen?

Gott liebt den Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit und Inkonsequenz. Er will damit unser angelerntes Verhalten durchbrechen, uns nur angenommen zu fühlen, wenn wir unsere Schwächen überspielen und unser wahres Gesicht und Inneres verbergen.
(Pierre Stutz)

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(c) Wilfried Schumacher

Hl.Josef – Bräutigam der Gottesmutter

Tageslesungen
2 Sam 7,4–5a.12–14a.16 | Röm 4,13.16–18.22 | Mt 1,16.18–21.24a oder Lk 2,41–51a

Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. (Mt 1,24)

Josef – er ist der Mann am Rande, im Schatten. Der Mann der schweigenden Hilfe. (Alfred Delp)

Josef ist ein Mann der Tat, nicht der Worte! Kein einziges Wort ist uns von ihm überliefert. Eigentlich bedarf sein Handeln keiner Deutung, keines zusätzlichen Wortes.
Er ist einer von denen, von denen diese Welt letztlich lebt, von denen es viele gibt, aber die wir so gerne übersehen, weil sie sich nicht lautstark bemerkbar machen wollen oder können. Menschen, die zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden – ohne große Worte, ohne lange Reden. Gott bedarf dieser Menschen.
In diesen Tagen der Corona-Krise rücken diese Menschen ins Bewußtsein einer breiten Öffentlichkeit: die Ärztinnen und Ärzte, das Pflege- und Rettungspersonal, die Menschen, die in den Supermärkten und Apotheken arbeiten, alle, die vielen, die mithelfen, dass das eingeschränkte Leben für uns erträglich bleibt.
Josef gebührt ein Platz in der Mitte und nicht am Rand. Aber: es ist heute wie damals: die, die im Licht stehen, bedürfen derer, die in ihrem Schatten leben.
Dankbar nehme ich diese Menschen in den Blick.

Du hattest dir
deine Zukunftspläne
schon längst gezimmert,
Josef,
als das Ja deiner Braut
zum Willen Gottes
wiederum alles
über den Haufen warf;
doch du hast die Probleme
trefflich gemeistert,

indem du auch deinerseits
ja gesagt hast;
Zimmermann Josef,
bitte für uns,
dass es uns nicht umwirft,
wenn Gott eines Tages
vielleicht auch unsere Pläne
auf unerwartete Art
über den Haufen wirft.
Josef Dirnbeck/Martin Gutl

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(c) Wilfried Schumacher

Mittwoch nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
Dtn 4,1.5–9 | Mt 5,17–19

Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege? Jedoch, nimm dich in Acht, achte gut auf dich! Vergiß nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Laß sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!
(Dtn 4,7-9)

Die  Liebesgeschichte Gottes mit Israel besteht im tiefsten darin, dass er ihm die Thora gibt, das heißt, ihm die Augen auftut für das wahre Wesen des Menschen und ihm den Weg des rechten Menschseins zeigt; diese Geschichte besteht darin, dass der Mensch so in der Treue zu dem einen Gott lebend sich als Geliebten Gottes erfährt und die Freude an der Wahrheit, an der Gerechtigkeit – die Freude an Gott findet, die sein eigentliches Glück wird: ,,Was habe ich im Himmel außer dir? Neben dir erfreut mich nichts auf der Erde … Ich aber – Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Ps 73[72],25.28).(Benedikt XVI., Deus caritas est Nr.9)

Die Thora (das Gesetz) entspringt der Erfahrung, die das Volk Israel mit Gott gemacht hat, einer „guten Erfahrung“. Er hat sie aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit, ist auf dem langen Marsch durch die Wüste vor und mit ihnen gewesen und hat sie aus lebensbedrohenden Situationen errettet.
Wer solch gute Erfahrungen mit Gott gemacht hat, für den ist die Treue, die Loyalität, der Gehorsam gegenüber Gott nichts Aufgezwungenes, sondern nur eine Konsequenz.
Ich erinnere mich meiner „guten Erfahrungen“ mit Gott und vertraue darauf, dass er uns auch in diesen schwierigen Zeiten beisteht. Die „Corona-Krise“ ist für uns alle eine neue Erfahrung und wir werden jeden Tag neu verunsichert. Dem Volk Israel hat die Erinnerung an die Befreiung aus der Ägypten immer wieder Kraft gegeben, die Herausforderungen des Lebens zu bestehen.

Als die Engel Protest einlegten, dass die Thora den Menschen anvertraut wurde und nicht ihnen, sprach Gott: « Wart ihr etwa in ägyptischer Sklaverei? »
(Midrasch)

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(c) Wilfried Schumacher

Dienstag nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
Dan 3,25.34–43 | Mt 18,21–35

Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast.Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? (Mt 18,32-33)

Gottes mitleidende Barmherzigkeit ist keine abstrakte oder unbestimmte Größe; sondern eine konkrete, ganz bestimmte Bewegung, mit der Gott seine Hand nach uns ausstreckt….
Henri Nouwen

Shakespeare weiß von der Barmherzigkeit: „Sie segnet den, der gibt, und den, der nimmt.“ Ja, Barmherzigkeit berechnet nicht. Sie gibt bedingungslos. Verschenkt und beschenkt nicht nur den Empfänger, sondern auch den, der gibt. Auf andere zuzugehen, ihnen etwas zu schenken, sich für sie einzusetzen, befreit. Etwas, das ich vielleicht für mich eingeplant hatte (Zeit, Geld, Kraft), anderen zur Verfügung zu stellen, sprengt meine Pläne, meine Sicherheiten, meine Kalkulationen. In dieser Corona-Krisenzeit ist dies besonders wichtig. Die staatlichen Maßnahmen wirbeln unser ganzes Leben durcheinander. Umso wichtiger ist es, dass wir einander bestehen!
Ganz konkret: Ich lasse mein Herz sprechen: Ich gebe es dir, gratis, ohne Bedingung, einfach so. Mein  Herz wird weiter und ich selbst auch. Meine Ich-Sucht, meine Angst – auch in diesen Tagen, meine Härte, meine Herzlosigkeit werden aufgesprengt.
Andererseits: wer Barmherzigkeit empfängt weiß sich geschätzt, wertvoll und geliebt. Wie oft plagen uns die Selbstzweifel? Wie oft stoßen wir uns an unseren Grenzen?  Wie oft erleben wir unsere Unfähigkeiten? Dann sind wir angewiesen auf Barmherzigkeiten, die uns berühren, und alles Angstmachende und Verhärtete in uns lösen.

Sei gesegnet mit einem großen Ja zur Welt,
aber lasse nichts, wie es ist.
Sei gesegnet mit einem großen Ja zum Menschen,
aber begnüge dich nicht mit Barmherzigkeit.
Sei gesegnet mit einem großen Ja zu dir selbst,
aber bleibe offen für andere.
Sei gesegnet mit einem großen Ja zu Gott,
aber lasse ihn nur machen,
er macht alles gut.
Roland Breitenbach

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(c) Wilfried Schumacher

WhatsApp-Gruppe „Wortzumtag“

Über 350 Abonnenten zählt dieser Blog. Wo gibt es eine Möglichkeit, über die Impulse oder das, was mich sonst bewegt, zu sprechen? Die Möglichkeit des direkten Kontakts gibt es auf der Seite rechts unten – oder Sie kommen in die WhatsApp-Gruppe und wir schauen einmal, was sich da entwickelt. In diesen Zeiten wollen wir nichts unversucht lassen:
https://chat.whatsapp.com/J2XyDbgFVSC9oT73unmUQ8

Montag nach dem 3.Fastensonntag

Tageslesungen
2 Kön 5, 1-15a | Lk 4, 24-30

Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg. (Lk 4,28-30)

Gott fragt nicht nach der Zugehörigkeit zu einem Volk oder zu einer Glaubensgruppe, bevor er sich erbarmt.
Da kocht die Wut in Nazaret hoch. Der Messias soll schließlich zuerst zum eigenen Volk kommen! Also, Jesus, tu ein Wunder, hier bei uns, in deiner Heimat!
Ähnliche Gedanken höre ich auch heute immer wieder: zuerst „unsere Leute“, an erster Stelle die Deutschen, zunächst die Christen …
Wie schwer ist es, die eigenen Hoffnungen und Möglichkeiten mit denen zu teilen, die uns wie „Fremdlinge“ vorkommen: Ausländer, Flüchtlinge, Moslems, Andersgläubige…
Beate Mayerhofer-Schöpf

Gott kennt für sein Erbarmen keine Vorzugskriterien.
Und ich?

die schwarzen fürsten trommeln
die roten fürsten pfeifen
die weissen fürsten tuten
die braunen fürsten blasen

getrommelt und gepfiffen
getutet und geblasen
wir gehen nicht
wir kommen nicht
wir stehen nicht
wir tanzen nicht

wir folgen einem
andern fürsten
Kurt Marti

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(c) Wilfried Schumacher