Samstag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Hld 2,8-14 | Lk 1,39-45
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Lk 1,45

Besuch Marias bei Elisabeth – Martin Schongauer (1480) – Musee Unterlinden Colmar

Letzter Einkaufssamstag. Nicht auf die Größe und den Wert der Geschenke kommt es an, sondern ob Liebe drin ist. (Lies auch)

(c) Wilfried Schumacher

Genießen Sie die Musik – gute 3 Minuten

Freitag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Jes 7,10-14. | Lk 1,26-38.
Der Engel trat bei ihr ein. (Lk 1, 28a)

Wenn man von oben auf das heutige Nazareth herabschaut, ist der Turm der Verkündigungsbasilika auf den ersten Blick kaum auszumachen. Was an dieser Stelle lokalisiert wird, ist zwar einzigartig in der Menschheits-geschichte, und doch fügt es sich ein in das Alltägliche heute. Das provoziert.
Zuerst einmal ist die Botschaft der Bibel eindeutig: es geschah nicht irgendwo in einem Märchenland, sondern der Engel wird von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer jungen Frau namens Maria gesandt. (Lukasevangelium 1.Kapitel Vers 26)
Ganz lapidar schreibt der Evangelist: „Der Engel trat bei ihr ein“. Folgt man den Darstellungen der Kunst, so trifft er auf eine Frau, die eben noch in einem (heiligen) Buch gelesen hat und ganz bereit und offen ist, den Gruß des Engels und seine Botschaft anzuhören.
Was aber, wenn Maria beschäftigt war? Vielleicht mit irgendeiner Hausarbeit? Mit Kochen, mit Putzen? Ganz so abwegig ist der Gedanke nicht, denn auch Jesus hat seine Jünger nicht beim Bibelstudium oder in der Synagoge berufen, sondern vom Fischerboot und von der Zollstation weg.
Mir gefällt der Gedanke, dass Maria sich erst einmal bereit machen musste, sich lösen musste von ihrer Tätigkeit, um sich der schwierigen Botschaft zu öffnen. Es fiel ihr vielleicht leicht, weil sie nicht von jenem Hochmut besessen war, dass Gott in dieser Welt nicht vorkommt.
Sie sagt „JA“ zum Ansinnen Gottes, dass sein Sohn in ihr Mensch werden soll. So kann an diesem Ort der Himmel die Erde berühren.
Bleibt die Frage: wen findet der Engel vor, wenn er bei mir eintritt? Und wie findet er mich vor?
Wann? – das wird mir in Nazareth immer wieder bewusst: in den Alltäglichkeiten meines Lebens.
Wird er von mir auch ein JA bekommen?

(c) Wilfried Schumacher

Donnerstag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Ri 13,2-7.24-25a. | Lk 1,5-25

Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. (Lk 1,13-14a ?

„Das Opfer des Zacharias“ – Harlinger Aardewerkmuseum (c) wikimedia
Die Ankündigung Johannes des Täufers geschieht, als der Priester Zacharias das Heiligtum des Tempels betritt, bereit die liturgische Zeremonie zu beginnen, während die Menge draußen wartet. Die Verkündigung Jesu dagegen ereignet sich in einem abgelegenen Ort Galiläas, in einer Stadt in der Peripherie mit einem nicht besonders guten Ruf (vgl. Joh 1,46), in der Anonymität des Hauses eines Mädchens namens Maria.
Ein nicht unwichtiger Gegensatz, der uns darauf aufmerksam macht, dass der neue Tempel Gottes, die neue Begegnung Gottes mit seinem Volk an Orten stattfinden wird, wo wir uns das normalerweise nicht erwarten, an den Rändern, in der Peripherie. Dort werden sie sich verabreden, dort werden sie sich begegnen, dort wird Gott Fleisch werden, um gemeinsam mit uns auf dem Weg zu sein, angefangen vom Schoß seiner Mutter. Jetzt wird er nicht mehr an einem Ort sein, der nur wenigen vorbehalten ist, während die Mehrheit wartend draußen bleibt.
Papst Franziskus

(c) Wilfried Schumacher

Mittwoch in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Jer 23,5-8. | Mt 1,18-24.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Mt 1,24

Ikone in der Kapelle der Gemeinschaft Chemin Neuf in Nazareth (c) Wilfried Schumacher
Auf Ikonen wird Josef oft als Randfigur dargestellt. Er ist ein Mann der Tat, nicht der Worte! Kein einziges Wort ist uns von ihm überliefert. Eigentlich bedarf sein Handeln keiner Deutung, keines zusätzlichen Wortes. Er ist einer von denen, von denen diese Welt letztlich lebt, von denen es viele gibt im Neuen Testament, und die wir so gerne übersehen, weil sie sich nicht lautstark bemerkbar machen wollen oder können.
Die, die im Licht stehen, bedürfen derer, die in ihrem Schatten leben. Wir können es im Alltag unseres Lebens durchbuchstabieren: was wäre der beste Chef ohne seine umsichtige Sekretärin, was wäre die beste Schauspielerin ohne ihren Agenten, was wäre der beste Koch ohne seine Küchenhilfen, was wäre der beste Herzchirurg ohne die OP-Schwester, was wäre die beste Politikerin ohne die vielen, die ihr zuarbeiten, was wäre unsere Gesellschaft ohne die vielen Namenlosen, die niemals Schlagzeilen machen, die nie im Rampenlicht stehen, ohne die aber nichts richtig vorankommen würde.
Josef scheint der Patron all dieser Randfiguren zu sein. Er rückt sie alle ins rechte Licht.

(c) Wilfried Schumacher

In einer Woche ist Weihnachten! Suchen Sie noch jemanden, dem Sie eine Freude machen können? Wie wäre es mit den Mädchen und Jungen im Jugendclub der Salesianer in Bethlehem. 35.-€ kostet es, eins von ihnen ein Jahr lang zu betreuen. Damit sie Freude und Miteinander erfahren, Spiel und Spaß, statt Hass, Streit, Tränen. Überweisen Sie Ihre Spende anBonn Bethlehem Soccer Club / Don Bosco IBAN: DE30 3705 0198 1934 4606 90 BIC: COLSDE33XXX Verwendungszweck: Spende WortzumTag – mehr erfahren auf der Webseite

Dienstag in der 3.Adventswoche

Tageslesungen
Gen 49,1-2.8-10. | Mt 1,1-17.

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus – der Messias – genannt wird. Mt 1,16

„Stammbaum Jesu“ – Wandgemälde im Limburger Dom 1638 (c) Wikimedia

Menschwerdung: unwiderrufliche Liebeserklärung unseres menschenfreundlichen Gottes, der uns nahe sein will – haut nah. (Gisela Baltes)

(c) Wilfried Schumacher

Freitag in der 2.Adventswoche

Tageslesungen
Jes 48,17-19 | Mt 11,16-19.
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. (Jes 48,17)

Heute ist der Tag der hl.Luzia.
Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen. Aber wir können ein Licht anzünden. (Franziskus von Assisi)

(c) Wilfried Schumacher

Am Tag der Hl. Luzia können Sie ein Licht sein für Andere. Zum Beispiel für die Jugendlichen an der Technical School der Salesianer in Bethlehem. Christen und Muslime werden dort in technischen Berufen ausgebildet. Vor allem aber lernen sie auch das Miteinander, ein Leben im Respekt vor dem Anderen. Die Salesianer leisten dort seit über 100 Jahren Friedensarbeit. Beteiligen Sie sich mit einer Spende am Schulgeld für die Jugendlichen (60.-€ im Monat). Spenden Sie direkt an die Salesianer Don Boscos in Bonn:
IBAN DE92370601930022378015 BIC GENODED1PAX
mit dem Vermerk „Bonn hilft Bethlehem“. Sie können auch online spenden!
Mehr Informationen auf der Webseite.